Die Vision hinter HydroBloc Integral 575

The Vision Behind HydroBloc® Integral 575

Die Vision hinter HydroBloc® Integral 575

Am Anfang stand eine Idee. Heute wissen wir: Es war der Beginn eines Meilensteins – und eines echten Gamechangers in der Injektionstechnik.

Große Entwicklungen beginnen nicht immer mit einer spektakulären Erfindung. Manchmal beginnen sie mit einer einfachen Frage: Wie können wir die tägliche Arbeit auf der Baustelle leichter, sicherer und zuverlässiger machen?

Genau diese Frage stand am Anfang von Integral. Wir wollten kein weiteres Injektionsharz entwickeln. Wir wollten ein Material schaffen, das typische Fehlerquellen reduziert, Abläufe vereinfacht und dem Verarbeiter auch unter schwierigen Baustellenbedingungen mehr Sicherheit gibt.

Wenn Theorie auf Baustellenrealität trifft

Auf dem Papier erscheinen mehrkomponentige Injektionssysteme häufig unkompliziert: Komponenten bereitstellen, exakt dosieren, gründlich mischen und innerhalb der vorgegebenen Zeit verarbeiten. Doch eine Baustelle ist kein Labor.

In der Praxis herrschen Zeitdruck, Lärm, Schmutz, Feuchtigkeit und wechselnde Temperaturen. Mehrere Arbeitsschritte laufen gleichzeitig, Wasser dringt in das Bauwerk ein und Entscheidungen müssen schnell getroffen werden. Unter diesen Bedingungen kann bereits eine kleine Unachtsamkeit große Auswirkungen haben.

Wie schnell wird eine Komponente falsch dosiert? Wie leicht wird die B-Komponente oder der Beschleuniger vergessen? Was geschieht, wenn das Mischungsverhältnis nicht exakt eingehalten wird oder das bereits angemischte Material schneller reagiert als erwartet?

Solche Fehler entstehen nicht zwangsläufig durch mangelnde Erfahrung. Sie entstehen, weil komplexe Systeme unter rauen Bedingungen zusätzliche Risiken schaffen. Unsere Überzeugung war deshalb klar: Wenn sich Fehler durch das Materialkonzept vermeiden lassen, sollten sie gar nicht erst möglich sein.

Die Geburtsstunde von Integral

Aus dieser Überzeugung entstand die Vision eines Injektionsharzes, das bereits alles enthält, was es für seine sichere Reaktion benötigt. Keine zweite Harzkomponente, die auf der Baustelle im richtigen Verhältnis zugemischt werden muss. Kein zusätzlicher Beschleuniger, der vergessen oder falsch dosiert werden kann. Kein unnötiger Mischvorgang, der Zeit kostet und neue Fehlerquellen eröffnet.

Integral steht für integriert – für alles in einem.

Das Ziel war ein verarbeitungsfertiges Injektionsharz, das direkt eingesetzt werden kann und seine Reaktion an die tatsächlich vorhandene Feuchtigkeit im Bauwerk anpasst. Ein Material, das nicht nur technisch leistungsfähig ist, sondern auch versteht, was Verarbeiter auf der Baustelle wirklich brauchen: Einfachheit, Sicherheit und Verlässlichkeit.

Das war die Geburtsstunde der Integral-Technologie.

Das erste Integral: HydroBloc® Integral 575

Das erste Produkt, in dem diese Vision Wirklichkeit wurde, war HydroBloc® Integral 575. Ein gebrauchsfertiges, einkomponentiges, hydrophiles Polyurethan-Injektionsharz, das mit Feuchtigkeit reagiert, dabei aber keine störende Schaumstruktur bildet.

Integral 575 härtet zu einer homogenen, elastischen Masse aus. Es verbindet einfache Verarbeitung mit einer technischen Leistungsfähigkeit, die weit über die ursprüngliche Aufgabenstellung hinausgeht.

Vor rund 20 Jahren konnten selbst wir noch nicht vollständig absehen, was in diesem Material steckt. Die ursprüngliche Vision war, Injektionsarbeiten einfacher und weniger fehleranfällig zu machen. Doch mit der Zeit zeigte sich: Integral 575 kann nicht nur Arbeitsabläufe vereinfachen. Es kann die Art verändern, wie wir über Injektionsharze und dauerhafte Abdichtung denken.

Ein Material, das sich an die Situation anpasst

Feuchtigkeit ist in einem Bauwerk selten gleichmäßig verteilt. Ein Bereich kann aktiv Wasser führen, während wenige Zentimeter weiter nur geringe Feuchtigkeit vorhanden ist. Integral 575 reagiert auf genau diese Unterschiede: Bei starkem Wasserkontakt reagiert es schneller, bei geringerer Feuchtigkeit langsamer.

Diese Anpassungsfähigkeit schafft einen entscheidenden Vorteil. Wo Wasser schnell gestoppt werden muss, beschleunigt sich die Reaktion. Wo mehr Zeit für die Verteilung des niedrigviskosen Harzes benötigt wird, bleibt es länger fließfähig. Da im Bauwerk Feuchtigkeit vorhanden ist, ist die sichere Reaktion gewährleistet.

Das Material zwingt der Baustelle nicht einfach einen starren Reaktionsablauf auf. Es reagiert auf die Bedingungen, die es tatsächlich vorfindet.

DPI: Abdichtung entlang des gesamten Wasserwegs

Eine Abdichtung ist nur dann dauerhaft, wenn nicht lediglich die sichtbare Austrittsstelle verschlossen wird. Entscheidend ist, den Wasserweg möglichst vollständig zu erfassen.

Durch sein feuchteabhängiges Reaktionsverhalten kann sich Integral 575 unter geeigneten Bedingungen tief in Rissen und Hohlräumen verteilen. Dieses Prinzip nennen wir DPI – Deep Penetrating Injection. Das Ziel ist eine durchgängige Abdichtung vom Injektionspunkt bis zur Wassereintrittsstelle.

Damit wird nicht nur das sichtbare Symptom behandelt. Der Weg des Wassers selbst wird zum Bestandteil des Abdichtungskonzepts.

Adaptives Quellen: Schutz, der nach der Aushärtung weiterwirkt

Betonbauwerke bewegen sich. Temperaturschwankungen, Setzungen und Lastwechsel können selbst einen erfolgreich verpressten Riss später geringfügig verändern und erneut einen Wasserweg öffnen.

Integral 575 bleibt nach der Aushärtung elastisch und kann bei erneutem Wasserkontakt sein Volumen um bis zu 120 % vergrößern. Dieser Quellvorgang ist reversibel: Geht die Feuchtigkeit zurück, nimmt auch die Quellung ab. Kommt das Material später erneut mit Wasser in Kontakt, kann es wieder aufquellen.

Das ist kein einmaliger Schaumeffekt während der Reaktion. Es ist eine wiederkehrende, adaptive Materialeigenschaft. Das ausgehärtete Harz bleibt in der Lage, auf veränderte Feuchtigkeitsbedingungen zu reagieren. Da das Material selbst kein Wasser enthält, fällt es beim Trocknen nicht unter sein ursprüngliches, ausgehärtetes Volumen.

Mehr Effizienz – weit über die Verarbeitung hinaus

Die ursprüngliche Idee, Fehler zu vermeiden, führte zu Vorteilen, die heute den gesamten Arbeitsprozess prägen.

  • Keine Mischfehler: Als gebrauchsfertiges 1-Komponenten-Harz benötigt Integral 575 kein Mischungsverhältnis zwischen A- und B-Komponente.
  • Einfachere Abläufe: Weniger Vorbereitungsschritte bedeuten einen schnelleren und übersichtlicheren Arbeitsbeginn.
  • Weniger Materialverluste: Restmengen müssen nicht zwangsläufig sofort verarbeitet werden, wie es bei einem bereits angemischten Mehrkomponentensystem der Fall wäre.
  • Weniger Lagerhaltung: Ein vielseitiges Produkt ersetzt bei vielen Standardanwendungen mehrere unterschiedliche Harze.
  • Mehr Flexibilität: Integral 575 eignet sich unter anderem für Risse, Arbeitsfugen, Kiesnester, Injektionsschläuche und den direkten Wasserstopp.

So wurde aus einer technischen Idee auch eine wirtschaftliche Lösung: weniger Produkte, weniger Komplexität und mehr Sicherheit im täglichen Einsatz.

Aus einer Idee wurde ein Meilenstein

Heute, rund zwei Jahrzehnte später, steht HydroBloc® Integral 575 für weit mehr als ein einzelnes Produkt. Es steht für eine Haltung: Technik muss nicht komplizierter werden, um besser zu sein. Wirkliche Innovation zeigt sich dort, wo Leistungsfähigkeit und einfache Anwendung zusammenkommen.

Was mit dem Wunsch begann, Dosier- und Mischfehler zu vermeiden, entwickelte sich zu einer Technologie mit adaptivem Reaktionsverhalten, Deep Penetrating Injection, reversiblem Quellen und einem außergewöhnlich breiten Anwendungsspektrum.

Am Anfang stand eine Idee. Heute wissen wir: Integral 575 war ein Meilenstein – und ein Gamechanger in der Injektionstechnik.

Und vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis dieser Geschichte: Die besten Innovationen entstehen nicht, weil man ein Produkt entwickeln möchte. Sie entstehen, weil man ein echtes Problem lösen will.

Triumph des Integral 575 Läufers Title

Die Integral-Technologie kennenlernen

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Adaptives Quellen bei Injektionsharzen – dauerhafte Abdichtung mit HydroBloc Integral 575

Adaptives Quellen bei Injektionsharzen – dauerhafte Abdichtung mit HydroBloc Integral 575
Abdichten bedeutet mehr, als nur einen Riss zu füllen

Eine erfolgreiche Rissinjektion wird häufig danach beurteilt, ob unmittelbar nach der Ausführung kein Wasser mehr eintritt. Doch eine Bauwerksabdichtung muss nicht nur im Augenblick der Injektion funktionieren. Sie soll ihre Aufgabe auch dann noch erfüllen, wenn sich die Bedingungen im Bauteil später verändern.Betonbauwerke sind niemals vollkommen statisch. Temperaturwechsel, Laständerungen, Schwinden, Setzungen oder Erschütterungen können dazu führen, dass sich Risse und Fugen geringfügig bewegen. Gleichzeitig verändert sich die Wasserbelastung: Ein Riss kann heute trocken sein, bei Starkregen oder steigendem Grundwasser jedoch erneut Wasser führen.

Genau an diesem Punkt setzt das adaptive Quellen an. Ein adaptiv quellfähiges Injektionsharz bleibt nach der Aushärtung nicht passiv. Kommt es erneut mit Wasser in Kontakt, nimmt es kontrolliert an Volumen zu und kann dadurch neu entstandene kleine Wasserwege wieder verschließen.

Das ist kein magischer Effekt und auch kein unbegrenztes „Selbstheilen“. Es ist das Ergebnis einer gezielt entwickelten Materialchemie.

Was bedeutet adaptives Quellen?

„Adaptiv“ bedeutet, dass ein Material auf veränderte Umgebungsbedingungen reagieren kann. Bei einem adaptiv quellfähigen Injektionsharz ist Wasser der auslösende Faktor.

Der Ablauf lässt sich vereinfacht in vier Schritte gliedern:

  1. Das flüssige Harz wird in einen Riss, eine Fuge oder einen Hohlraum injiziert.
  2. Es reagiert und bildet einen homogenen, elastischen Injektionskörper.
  3. Kommt das vollständig ausgehärtete Material später erneut mit Wasser in Kontakt, vergrößert es kontrolliert sein Volumen.
  4. Nimmt die Feuchtigkeit wieder ab, geht die Quellung in Richtung des ursprünglichen ausgehärteten Volumens zurück.

Dieser Vorgang ist reversibel und wiederholbar. Bei erneutem Wasserkontakt kann das Material wieder aufquellen. Es reagiert damit nicht nur einmal während der Aushärtung, sondern bleibt über die Nutzungsdauer hinweg wasseraktiv.

Warum ist diese Eigenschaft für die Bauwerksabdichtung so wichtig?

Ein herkömmliches starres Injektionsharz kann einen Riss zunächst vollständig ausfüllen. Bewegt sich das Bauteil später, können sich jedoch neue feine Trennstellen zwischen Harz und Rissflanke bilden. Auch innerhalb eines zu starren Injektionskörpers sind erneute Rissbildungen möglich.

Elastische Harze können Bewegungen besser aufnehmen. Ihre Dehnfähigkeit ist jedoch nicht unbegrenzt. Verändert sich der Rissquerschnitt oder entsteht ein kleiner neuer Wasserweg, reicht reine Elastizität nicht in jeder Situation aus, um die Dichtigkeit dauerhaft wiederherzustellen beziehungsweise beizubehalten.

Adaptives Quellen ergänzt die Elastizität um eine aktive Reaktion: Dringt Wasser in eine neu entstandene Fehlstelle ein, aktiviert es die Quellfähigkeit des Materials. Der Injektionskörper vergrößert lokal sein Volumen und übt einen kontrollierten Anpressdruck auf die umgebenden Flächen aus. Kleine wasserführende Wege können dadurch erneut geschlossen werden.

Das Material reagiert also genau dort, wo Wasser vorhanden ist – und genau dann, wenn diese Reaktion benötigt wird.

Quellen ist nicht Schäumen

Die Begriffe „Quellen“ und „Schäumen“ werden in der Praxis häufig verwechselt. Technisch beschreiben sie jedoch zwei grundlegend unterschiedliche Vorgänge.

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Schäumen

Bei einer Schaumbildung entsteht während der chemischen Reaktion ein Gas. Dieses Gas bildet Zellen und Poren im Material. Das Volumen nimmt stark zu, gleichzeitig entsteht eine mehr oder weniger offen- oder geschlossenzellige Schaumstruktur.

PU-Schäume sind insbesondere für den schnellen Wasserstopp sehr wertvoll. Ihre Expansion findet jedoch im Wesentlichen während der Reaktion und Aushärtung statt. Ist der Schaum vollständig ausgehärtet, lässt sich dieser ursprüngliche Expansionsvorgang nicht wiederholen.

Quellen

Beim Quellen entsteht kein Gas und keine Schaumstruktur. Das bereits ausgehärtete Material nimmt bei Wasserkontakt kontrolliert an Volumen zu. Es bleibt dabei homogen und porenfrei.

Der Unterschied ist für die Dauerhaftigkeit relevant:

  • Schaum besitzt eine Zellstruktur.
  • Ein quellfähiger Injektionskörper bleibt homogen.
  • Schäumen ist vor allem ein Vorgang während der Reaktion.
  • Adaptives Quellen wird durch späteren Wasserkontakt erneut aktiviert.
  • Die Quellung ist reversibel und kann sich wiederholen.

Wir bieten mehrere adaptiv quellende Injektionsharze an. Hier erklären wir den Effekt am Beispiel des 1-K-Harzes HydroBloc® Integral 575.

HydroBloc® Integral 575 bildet bei Wasserkontakt keinen Schaum. Nach der Aushärtung entsteht ein elastischer, homogener und porenfreier Harzkörper, der bei erneutem Wasserkontakt kontrolliert quellen kann.

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Bis zu 120 % Quellung nach der Aushärtung

Bei HydroBloc® Integral 575 kann die Volumenzunahme nach 72 Stunden Wasserkontakt bis zu 120 % betragen. Entscheidend ist dabei der Zeitpunkt: Die Quellung erfolgt am bereits vollständig ausgehärteten Material.

In Vergleichsversuchen lässt sich dieser Effekt anschaulich darstellen. Zwei identische, ausgehärtete Proben besitzen zunächst dasselbe Volumen. Eine Probe wird anschließend Wasser ausgesetzt, während die zweite als unveränderte Referenz dient. Nach 72 Stunden zeigt die wasserbelastete Probe eine deutliche Volumenzunahme, ohne eine porige Schaumstruktur zu bilden.

Die Angabe „bis zu 120 %“ beschreibt keine unkontrollierte Expansion. Die tatsächlich erreichbare Quellung hängt unter anderem von der Wasserverfügbarkeit, der Temperatur, der Geometrie des Injektionsraumes und dem umgebenden Widerstand ab. Im Bauteil wird die freie Volumenzunahme durch die Rissflanken begrenzt. Dadurch entwickelt das Material einen kontrollierten Anpressdruck innerhalb des abzudichtenden Bereichs.

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Reversibel – aber niemals kleiner als das ursprüngliche Volumen

Wenn die Wasserbelastung zurückgeht, nimmt auch die Quellung wieder ab. Das Material kehrt in Richtung seines ursprünglichen ausgehärteten Volumens zurück. Dieser Vorgang ist reversibel: Bei erneutem Wasserkontakt kann das Harz wieder quellen.

Dabei ist ein wichtiger Punkt zu beachten: Das ausgehärtete Harz enthält selbst kein Wasser. Die durch Wasserkontakt ausgelöste zusätzliche Quellung kann beim Trocknen zurückgehen, das Material schrumpft jedoch nicht unter sein ursprüngliches ausgehärtetes Ausgangsvolumen. Das ist der wesentliche Unterschied zu Gelen: Diese enthalten Wasser und können bei Trockenheit unter ihr Ausgangsniveau schrumpfen. Deshalb werden Gele weder in Fugen noch in Rissen empfohlen, die nicht dauerhaft feucht sind.

Vereinfacht bedeutet das:

  • Ausgangspunkt ist der vollständig ausgehärtete Injektionskörper.
  • Wasserkontakt aktiviert die zusätzliche Volumenzunahme.
  • Beim Trocknen geht das Material in Richtung des Ausgangsvolumens zurück.
  • Das ursprüngliche ausgehärtete Volumen wird nicht unterschritten.
  • Bei erneutem Wasserkontakt beginnt der Quellvorgang erneut.

Diese Wiederholbarkeit unterscheidet adaptiv quellfähige Harze von Materialien, deren Expansion ausschließlich während der einmaligen chemischen Reaktion erfolgt.

Der Selbstheileffekt – eine hilfreiche, aber erklärungsbedürftige Bezeichnung

Adaptives Quellen wird häufig als „Selbstheileffekt“ bezeichnet. Der Begriff macht die Funktionsweise anschaulich, sollte technisch jedoch richtig eingeordnet werden.

Der Selbstheileffekt bezieht sich ausschließlich auf die Abdichtungsfunktion: Entstehen durch kleine Bewegungen neue wasserführende Wege, kann eindringendes Wasser die erneute Quellung aktivieren. Das Material vergrößert sein Volumen und unterstützt dadurch das Wiederverschließen dieser feinen Wege.

Präziser wäre daher die Bezeichnung „wasseraktivierter, reversibler Nachdichtungseffekt“.

Fazit: Eine Abdichtung, die auf Wasser reagieren kann

Adaptives Quellen erweitert die klassische elastische Rissabdichtung um eine aktive, wasserabhängige Funktion. Das ausgehärtete Harz bleibt homogen und porenfrei. Bei erneutem Wasserkontakt nimmt es kontrolliert an Volumen zu und kann kleine neu entstandene Wasserwege wieder verschließen.

Der Quellvorgang ist reversibel und wiederholbar. Beim Trocknen geht das Material in Richtung seines ursprünglichen ausgehärteten Volumens zurück, ohne dieses zu unterschreiten. Damit reagiert die Abdichtung nicht nur während der Verarbeitung, sondern auch später auf wechselnde Feuchtigkeitsbedingungen im Bauwerk.

HydroBloc® Integral 575 verbindet diesen adaptiven Quelleffekt mit einem nicht schäumenden, elastischen 1-Komponenten-PU-Injektionsharz. Das macht es zu einer vielseitigen Lösung für Risse, Arbeitsfugen, Kiesnester, Injektionsschläuche und zahlreiche weitere typische Abdichtungsaufgaben.

Adaptives Quellen im Video erklärt

In unserem Video zeigen wir, was adaptives Quellen bedeutet und warum adaptive, quellfähige Harze einen wichtigen Fortschritt für die sichere Bauwerksabdichtung darstellen:

Warum diese Harze entscheidend für eine sichere Abdichtung sind – Video ansehen

Sie möchten wissen, ob ein adaptiv quellfähiges Harz für Ihr Projekt geeignet ist?

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Gemeinsam entwickeln wir eine technisch passende und dauerhaft wirksame Lösung.

Weitere Informationen: www.arcan.biz

 

HydroBloc Inject 583 – die bessere Lösung für wiederverpressbare Injektionsschläuche

HydroBloc Inject 583 – die bessere Lösung für wiederverpressbare Injektionsschläuche

Wiederverpressbare Injektionsschläuche bieten ein hohes Maß an Sicherheit – vorausgesetzt, die erneute Verpressung funktioniert zuverlässig. Die grundlegende Voraussetzung dafür ist, dass der Schlauch nach der ersten Injektion gründlich gespült und vollständig geleert werden kann. Genau für diese anspruchsvolle Aufgabe wurde HydroBloc® Inject 583 entwickelt.

Warum Injektionsschläuche wiederverpressbar sein sollten

Injektionsschläuche werden zur planmäßigen Abdichtung von Arbeitsfugen in Betonbauwerken eingesetzt. Nach der Betonage kann ein geeignetes Injektionsmaterial über den Schlauch gezielt in die Fuge eingebracht werden. Es füllt Hohlräume, Fehlstellen und Wasserwege und dichtet die Arbeitsfuge zuverlässig ab.

Doch Bauwerke bleiben nicht vollkommen starr. Temperaturwechsel, Schwinden, Setzungen oder andere Bewegungen können den Fugenquerschnitt nachträglich verändern. Wird der Schlauch nach der ersten Injektion freigespült, kann er bei Bedarf erneut genutzt werden – ohne neue Bohrungen und ohne aufwendige Eingriffe in das Bauteil.

Die Wiederverpressbarkeit ist daher nicht nur eine technische Zusatzfunktion. Sie ist eine Sicherheitsreserve für die gesamte Nutzungsdauer des Bauwerks.

Die Herausforderung liegt im Injektionsmaterial

Damit ein Injektionsschlauch erneut verpresst werden kann, muss das noch nicht ausgehärtete Material unmittelbar nach der Injektion vollständig aus dem Schlauchkanal entfernt werden. Injektionskanal und Austrittsöffnungen müssen frei bleiben.

Dafür werden häufig Acrylatgele eingesetzt. Sie sind niedrigviskos und wasserbasiert, sodass sich der Schlauch gut reinigen lässt. Der entscheidende Nachteil zeigt sich jedoch möglicherweise erst später: Klassische Gele enthalten einen hohen Anteil gebundenes Wasser. Bei längeren Trockenperioden können sie Wasser verlieren und ihr Volumen reduzieren. Entstehende Freiräume können erneut zu Wasserwegen werden.

Ein Material nur danach auszuwählen, ob es sich aus dem Schlauch ausspülen lässt, greift deshalb zu kurz. Es muss auch nach der Aushärtung dauerhaft funktionieren.

Injizierbar wie ein Gel. Dauerhaft wie ein Injektionsharz. HydroBloc® Inject 583 verbindet zuverlässige Wiederverpressbarkeit mit dauerhafter Elastizität und Formstabilität.

HydroBloc Inject 583 ist kein Gel

HydroBloc® Inject 583 ist ein niedrigviskoses, hydrophiles Acryl-Hybrid-Injektionsharz. Seine beiden Komponenten sind vor der Reaktion vollständig mit Wasser mischbar. Frische Materialreste lassen sich daher mit Wasser aus Geräten und aus dem Injektionsschlauch entfernen.

Nach der Reaktion entsteht jedoch kein klassisches, wasserreiches Gel, sondern ein elastischer und zäher Harzkörper. Dieser bleibt als formstabile Abdichtung in der Fuge erhalten. Seine Grundstruktur ist nicht darauf angewiesen, große Mengen Wasser zu speichern, um ihr ursprüngliches Volumen zu bewahren.

Bei erneutem Wasserkontakt besitzt das ausgehärtete Material zusätzlich ein Quellvermögen von rund 70 %. Dadurch kann es Veränderungen in Rissen und Fugen ausgleichen und die Abdichtungswirkung aktiv unterstützen – auch lange nach der ursprünglichen Injektion.

Konstant niedrigviskos bis zum Reaktionsende

Ein besonderer Vorteil acrylatbasierter Injektionsharze liegt in ihrem Reaktionsprofil. PU- und Epoxidharze bauen während der Reaktion zunehmend Viskosität auf. Dadurch verschlechtert sich ihr Fließ- und Eindringverhalten bereits während der Verarbeitungszeit.

HydroBloc® Inject 583 verhält sich anders: Die Viskosität bleibt bis kurz vor dem Reaktionsende auf einem niedrigen Niveau. Das Harz kann deshalb von Beginn der Injektion bis zum Ende der verfügbaren Reaktionszeit gut in feine Risse, Kapillaren und verzweigte Hohlräume eindringen. Die eingestellte Reaktionszeit steht damit nahezu vollständig als wirksame Penetrationszeit zur Verfügung.

Anforderung Klassisches Acrylatgel HydroBloc® Inject 583
Schlauch freispülbar Ja Ja, frisches Harz ist vollständig wassermischbar
Verhalten in Trockenphasen Kann durch Wasserverlust Volumen verlieren Formstabiler Harzgrundkörper; kein geltypisches Trockenschrumpfen
Verhalten bei Wasserkontakt Wasseraufnahme je nach Gelsystem Kontrolliertes Quellen, ca. 70 % Volumenzunahme
Eigenschaften nach Reaktion Weiche Gelstruktur Elastischer, zäher Acryl-Hybridharzkörper

Verpressen, freispülen, wiederverwenden

Nach dem Verpressen wird HydroBloc® Inject 583 innerhalb seiner Verarbeitungszeit im Vakuumverfahren aus dem Schlauchkanal abgesaugt. Gleichzeitig wird Wasser durch den Schlauch gezogen, bis das austretende Spülwasser klar ist. Der Unterdruck ist dabei wichtig: Er verhindert, dass Spülwasser unter Druck in die Fuge gepresst und das dort eingebrachte Harz verdünnt oder verdrängt wird.

Das Harz verbleibt dort, wo es wirken soll – in der Arbeitsfuge. Der Schlauchkanal bleibt frei und kann nach einer späteren Fugenbewegung oder bei einer erneuten Undichtigkeit wieder verpresst werden.

Geprüfte Sicherheit bei veränderlicher Fugenbreite

Die Funktion wurde an einem mehrfach verpressten Injektionsschlauch in einem Betonprüfkörper mit veränderbarem Fugenspalt untersucht. Nach der ersten Injektion wurde der Schlauch freigespült. Nach dem Aushärten des Harzes wurde die Fugenbreite verändert und der Schlauch ein zweites Mal verpresst. Zur visuellen Unterscheidung wurden die beiden Injektionen unterschiedlich eingefärbt.

Damit wurde das entscheidende Prinzip praxisnah nachgewiesen: Eine bereits injizierte Arbeitsfuge kann nach einer Veränderung des Fugenquerschnitts über denselben Schlauch erneut abgedichtet werden. Laut technischem Datenblatt wurde dabei Dichtigkeit bis zu einer Wassersäule von 30 Metern dokumentiert.

Die technischen Vorteile auf einen Blick

  • Niedrige Viskosität: 85–100 mPa·s für eine sehr gute Penetration
  • Einfache Verarbeitung: Zwei Komponenten im Mischungsverhältnis 1:1 nach Volumen
  • Wassermischbar: Frisches Material und Geräte lassen sich mit Wasser reinigen
  • Kein Schaum: keine unerwünschte Nebenreaktion bei Kontakt mit Wasser
  • Konstant niedrigviskos: sehr gutes Fließ- und Eindringverhalten bis kurz vor dem Reaktionsende
  • Elastisch und formstabil: kein geltypisches Trockenschrumpfen im Bauteil
  • Quellfähig: rund 70 % Volumenzunahme bei Wasserlagerung
  • Anpassbare Reaktion: standardmäßig ca. 50–60 Minuten bei 20 °C, bei Bedarf beschleunigbar
  • Niedrige Temperaturen: auch unterhalb der für viele PU-Harze kritischen Marke von 8 °C verarbeitbar; mit geeigneter Aktivierung laut Produktunterlagen bis −10 °C

Nicht nur für Injektionsschläuche

HydroBloc® Inject 583 wurde nicht nur für wiederverpressbare Injektionsschläuche entwickelt. Die geringe Viskosität und das ausgezeichnete Fließverhalten machen es zu einem vielseitigen Injektionsharz für nasse, feuchte und trockene Bauteile. Es eignet sich für die Abdichtung von Rissen, Arbeitsfugen, Kiesnestern und weiteren wasserführenden Hohlräumen.

Da es sich um ein acrylatbasiertes Injektionsharz handelt, entstehen bei Kontakt mit Wasser keine unerwünschten Nebenreaktionen und kein Schaum. Statt einer porigen Schaumstruktur bildet Inject 583 nach der Reaktion einen homogenen, elastischen Harzkörper. Das ist besonders bei nassen Rissen und wasserführenden Fehlstellen ein entscheidender Vorteil.

Auch die Reinigung auf der Baustelle ist unkompliziert: Maschinen, Pumpen, Schläuche und Werkzeuge werden nach der Verarbeitung mit Wasser gereinigt. Lösungsmittel sind dafür nicht erforderlich. Das vereinfacht die Arbeitsabläufe und reduziert den Umgang mit lösemittelhaltigen Reinigern.

Ein weiterer Vorteil zeigt sich bei niedrigen Bauteiltemperaturen. HydroBloc® Inject 583 kann auch unterhalb von 8 °C eingesetzt werden. PUR- und Epoxidharze reagieren bei sinkenden Temperaturen zunächst langsamer; bei Unterschreitung ihrer jeweiligen Mindestverarbeitungstemperatur kann die chemische Reaktion vollständig zum Stillstand kommen. Inject 583 lässt sich dagegen mit einer geeigneten Aktivierung an niedrige Temperaturen anpassen und ist laut Produktunterlagen bis −10 °C verarbeitbar.

Ein zusätzlicher Vorteil ist der Kontakt mit Bewehrungsstahl. In einer Untersuchung der MFPA Leipzig wurde bei vollständig anliegendem Harz innerhalb des vierwöchigen Prüfzeitraums keine Stahlkorrosion mit eigenschaftsmindernden Auswirkungen festgestellt. Diese Aussage ist besonders relevant, weil Injektionsmaterial in Rissen und Fugen unmittelbar mit freiliegender Bewehrung in Kontakt kommen kann.

Fazit: Wiederverpressbarkeit ohne Kompromiss bei der Dauerhaftigkeit

Ein wiederverpressbarer Injektionsschlauch kann nur so zuverlässig sein wie das verwendete Injektionsmaterial. Ein leicht ausspülbares Gel löst zwar die Frage der Wiederverwendbarkeit, kann jedoch in längeren Trockenphasen an Volumen verlieren.

HydroBloc® Inject 583 geht einen entscheidenden Schritt weiter: Das frische Harz ist wassermischbar und lässt sich im Vakuumverfahren aus dem Schlauch entfernen. Im Baukörper bildet es dagegen einen elastischen, formstabilen und quellfähigen Harzkörper. So bleiben sowohl die Möglichkeit einer späteren Wiederverpressung als auch die dauerhafte Abdichtungswirkung erhalten.

Eine Lösung für viele anspruchsvolle Injektionsaufgaben

HydroBloc® Inject 583 – injizierbar wie ein Gel, dauerhaft wie ein Injektionsharz.

Sie planen eine Abdichtung mit wiederverpressbaren Injektionsschläuchen oder benötigen Unterstützung bei der Auswahl des geeigneten Injektionsmaterials? ARCAN unterstützt Sie bei der technischen Konzeption und Anwendung.

Die Verarbeitung muss gemäß aktuellem technischen Datenblatt, Verarbeitungsanleitung und Sicherheitsdatenblatt erfolgen. Der Spülvorgang ist unmittelbar nach der Injektion und innerhalb der Verarbeitungszeit durchzuführen.

 

HydroBloc Integral 575: Injektionsharz für Risse, Fugen und Kiesnester

Triumph des Integral 575 Läufers

Warum die Wahl des Injektionsharzes entscheidend ist

Risse im Beton, undichte Arbeitsfugen, wasserführende Kiesnester oder Injektionsschläuche, die verpresst werden sollen: Die Ursachen einer Undichtigkeit können sehr unterschiedlich sein. Entsprechend groß ist die Auswahl an Injektionsstoffen. In der Praxis führt das häufig zu einer entscheidenden Frage: Welches Harz ist für die jeweilige Aufgabe das richtige?

Viele Verarbeiter greifen verständlicherweise auf das Produkt zurück, das sie bereits kennen. Das schafft zunächst Sicherheit, ist aber nicht immer die technisch oder wirtschaftlich beste Lösung. Ein zu schnell reagierendes Harz begrenzt die Eindringtiefe ebenso wie ein Harz, das bei Kontakt mit Wasser Nebenreaktionen wie Schaumbildung zeigt. Schaumharze stoppen Wasser kurzfristig, sind aufgrund ihrer porigen Struktur jedoch langfristig nicht dauerhaft dicht. Auch ein elastisches Harz kann Bewegungen nur innerhalb der Grenzen seiner spezifischen Eigenschaften aufnehmen.

HydroBloc® Integral 575 wurde deshalb als vielseitiges Injektionsharz für einen Großteil der typischen Abdichtungsaufgaben entwickelt. Es verbindet eine einfache Verarbeitung mit einem feuchteabhängigen Reaktionsverhalten und einer dauerhaft elastischen, quellfähigen Struktur. Dadurch kann ein einziges Produkt bei bis zu 80 % der üblichen Abdichtungsarbeiten eingesetzt werden.

Was ist HydroBloc® Integral 575?

HydroBloc® Integral 575 ist ein gebrauchsfertiges, einkomponentiges und hydrophiles Polyurethan-Injektionsharz. Es reagiert mit Feuchtigkeit, bildet dabei jedoch keinen Schaum. Statt einer porigen Schaumstruktur entsteht ein homogenes, elastisches und porenfreies Material.

Das Harz eignet sich insbesondere für:

  • Rissinjektionen
  • Arbeitsfugen
  • Kiesnester und Hohlstellen
  • Injektionsschläuche
  • das Stoppen von Wassereintritt

Seine besondere Stärke liegt nicht in einer einzelnen Eigenschaft, sondern im Zusammenspiel mehrerer Funktionen: HydroBloc® Integral 575 passt seine Reaktion an die vorhandene Feuchtigkeit an, dringt bei geeigneten Bedingungen tief in Risse und Hohlräume ein und kann nach der Aushärtung erneut auf Wasser reagieren. Dieses Prinzip wird als DPI – Deep Penetrating Injection – bezeichnet. Dabei wird der gesamte Wasserweg vom Injektionspunkt bis zur Wassereintrittsstelle abgedichtet.

Hydrophil – aber nicht schäumend

Bei wasserreaktiven Polyurethanharzen wird häufig automatisch an PU-Schaum gedacht. HydroBloc® Integral 575 funktioniert anders. Das Harz ist hydrophil, besitzt also eine ausgeprägte Affinität zu Wasser, schäumt bei der Reaktion jedoch nicht auf.

Dieser Unterschied ist für die Qualität der Abdichtung wesentlich. Schäume bestehen aus einer Vielzahl von Zellen und Poren. Sie eignen sich besonders für einen schnellen temporären Wasserstopp, erreichen jedoch nicht in jeder Anwendung die Homogenität eines kompakten Injektionskörpers.

Integral 575 bildet nach der Reaktion eine gleichmäßige, elastische Masse. Die Hohlräume werden nicht lediglich mit Schaum gefüllt, sondern mit einem homogenen Material verschlossen. Das ermöglicht eine kompakte und dauerhafte Abdichtung.

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Adaptives Reaktionsverhalten: Das Harz reagiert auf die Baustellensituation

Der Feuchtigkeitsgehalt in einem Bauteil ist selten überall gleich. Ein Riss kann in einem Bereich aktiv Wasser führen und nur wenige Zentimeter weiter lediglich feucht sein. Konventionelle Harze reagieren unter diesen unterschiedlichen Bedingungen häufig mit annähernd gleicher Geschwindigkeit.

HydroBloc® Integral 575 besitzt dagegen ein adaptives Reaktionsverhalten:

  • Bei starkem Wasserkontakt reagiert das Harz schneller.
  • Bei geringer Feuchtigkeit reagiert es langsamer.

Da im Bauwerk immer Feuchtigkeit zur Verfügung steht, ist die sichere Reaktion des Harzes gewährleistet.

Die Reaktion orientiert sich damit an den tatsächlich vorhandenen Bedingungen. Das ist besonders bei ungleichmäßig durchfeuchteten Bauteilen hilfreich: Wo viel Wasser vorhanden ist, reagiert das Harz schneller. Wo weniger Feuchtigkeit vorliegt, reagiert es langsamer.

Reversibles Quellen bis zu 120 %: Abdichtung mit Anpassungsfähigkeit

Betonbauwerke sind keine vollkommen starren Systeme. Temperaturschwankungen, Setzungen, Lastwechsel und andere Einwirkungen können zu kleinen Bewegungen führen. Selbst ein erfolgreich verpresster Riss kann sich deshalb später geringfügig verändern und zu einer erneuten Leckage führen.

Nach der Aushärtung bleibt HydroBloc® Integral 575 elastisch und kann bei erneutem Wasserkontakt sein Volumen um bis zu 120 % vergrößern. Dieser Quellvorgang ist reversibel: Nimmt die Feuchtigkeit ab, geht die Quellung zurück. Tritt später wieder Wasser ein, kann das Material erneut reagieren und aufquellen.

Diese Eigenschaft unterstützt die Abdichtung bei kleineren nachträglichen Veränderungen des Riss- oder Hohlraumgefüges. Das Harz reagiert somit nicht nur während der eigentlichen Injektion, sondern behält auch nach der Aushärtung eine adaptive Funktion.

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Typische Anwendungen von HydroBloc® Integral 575

Rissinjektion

Risse können Wasserwege durch Betonbauteile bilden und langfristig die Bewehrung sowie die Gebrauchstauglichkeit des Bauwerks beeinträchtigen. Integral 575 verteilt sich im Riss, reagiert mit der vorhandenen Feuchtigkeit und härtet zu einem elastischen, homogenen Injektionskörper aus.

Abdichtung von Arbeitsfugen

Arbeitsfugen gehören zu den typischen Schwachstellen wasserbeanspruchter Betonbauteile. Fehlstellen oder unzureichend abgedichtete Bereiche können gezielt injiziert werden. Das adaptive Reaktionsverhalten ist dabei besonders hilfreich, weil die Feuchtigkeit innerhalb der Fuge unterschiedlich verteilt sein kann.

Verpressen von Kiesnestern

Kiesnester entstehen, wenn Beton beim Einbau nicht vollständig verdichtet wird oder sich seine Bestandteile entmischen. Zwischen den groben Zuschlägen bleiben Hohlräume zurück, durch die Wasser eindringen kann. HydroBloc® Integral 575 kann sich in diesen Hohlräumen verteilen und sie dauerhaft elastisch verschließen, ohne dabei eine störende Schaumstruktur zu bilden, die langfristig zu erneuter Undichtigkeit führen kann.

Verpressung von Injektionsschläuchen

Integral 575 eignet sich auch zur Verpressung kompatibler Injektionsschlauchsysteme. Das einkomponentige Material vereinfacht die Verarbeitung, da auf der Baustelle keine zwei Komponenten im korrekten Verhältnis gemischt werden müssen. Da Integral 575 keine unerwünschten Nebenreaktionen wie Schaumbildung verursacht, ist es das ideale Material für die Verpressung von Injektionsschläuchen.

Wasserstopp ohne Schaum

Bei Wassereintritt sorgt die vorhandene Feuchtigkeit für eine beschleunigte Reaktion. Dadurch kann Integral 575 auch für den direkten Wasserstopp eingesetzt werden – ohne die für klassische PU-Schäume typische porige Struktur zu bilden. Die nach einer Schauminjektion üblicherweise empfohlene zweite Injektion mit einem kompakten Material ist beim Einsatz von Integral 575 nicht erforderlich, da das ausgehärtete Material bereits homogen ist.

Einkomponentig und gebrauchsfertig

Neben den technischen Eigenschaften spielt die praktische Handhabung eine wichtige Rolle. HydroBloc® Integral 575 wird als gebrauchsfertiges 1-Komponenten-Harz verarbeitet. Ein Mischfehler zwischen A- und B-Komponente ist damit ausgeschlossen. Auch Restmengen lassen sich effizienter handhaben, da sie nicht zwangsläufig sofort verarbeitet werden müssen.

Für Verarbeiter und Fachbetriebe ergeben sich daraus mehrere Vorteile:

  • weniger Produkte für unterschiedliche Standardanwendungen
  • vereinfachte Lagerhaltung und Baustellenlogistik
  • kein Mischungsverhältnis zweier Harzkomponenten
  • keine Mischfehler möglich
  • flexibler Einsatz bei wechselnden Feuchtigkeitsbedingungen

Ein vielseitiges Harz ersetzt jedoch nicht die fachgerechte Analyse. Rissart, Rissbreite, Wasserführung, Bauteiltemperatur, Zugänglichkeit und das Ziel der Maßnahme müssen vor jeder Injektion beurteilt werden.

Wo liegen die Einsatzgrenzen?

„Für 80 % aller Abdichtungsarbeiten“ bedeutet nicht, dass ein einziges Harz jede Aufgabe lösen kann. Spezielle Anwendungen benötigen weiterhin speziell abgestimmte Systeme.

HydroBloc® Integral 575 ist beispielsweise nicht die bevorzugte Lösung für:

  • Dehn- und Bewegungsfugen mit großen, planmäßigen Bewegungen
  • Schleierinjektionen hinter dem Bauteil
  • Horizontalsperren gegen kapillar aufsteigende Feuchtigkeit

Für solche Aufgaben stehen andere Injektionsstoffe und Verfahren zur Verfügung, beispielsweise schnell reagierender Injektionskautschuk, Acrylatgele oder spezielle Horizontalsperren. Die richtige Produktauswahl richtet sich immer nach der Ursache der Undichtigkeit und den bauphysikalischen Randbedingungen.

Fazit: Vielseitigkeit mit technischer Substanz

HydroBloc® Integral 575 deckt einen großen Teil der täglichen Aufgaben in der Bauwerksabdichtung mit nur einem Produkt ab. Das hydrophile, nicht schäumende 1-Komponenten-PU-Harz verbindet ein adaptives Reaktionsverhalten mit einer homogenen, dauerhaft elastischen Struktur und einem reversiblen Quellvermögen von bis zu 120 %.

Für Fachbetriebe bedeutet das: weniger Produktwechsel, eine einfachere Lagerhaltung und mehr Flexibilität bei unterschiedlichen Baustellensituationen. Entscheidend bleibt dennoch die fachgerechte Beurteilung des Schadens. Denn eine dauerhaft erfolgreiche Injektion beginnt nicht mit der Pumpe, sondern mit der richtigen Diagnose und der passenden Materialauswahl.

Sie sind sich bei der Produktauswahl nicht sicher?

ARCAN unterstützt Sie bei der Beurteilung Ihrer Abdichtungsaufgabe und bei der Auswahl des geeigneten Injektionssystems. Senden Sie uns Informationen zum Bauteil, zur Art der Undichtigkeit und zur vorhandenen Wasserbelastung. Gemeinsam entwickeln wir eine technisch passende Lösung.

Weitere Informationen: www.arcan.biz | office@arcan.biz

 

Schluss-mit-feuchten-Wänden: Horizontalsperre!

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Schluss mit feuchten Wänden: Der ultimative Guide zur Horizontalsperre

Feuchtigkeit, die im Mauerwerk nach oben steigt, ist ein Albtraum für jeden Hausbesitzer. Eine fachgerechte Horizontalsperre ist oft der einzige Weg, die Bausubstanz zu retten. In diesem Beitrag erfahren Sie alles über Ursachen, Lösungen und warum die richtige Technik entscheidend für den dauerhaften Erfolg ist.

Warum braucht man überhaupt eine Horizontalsperre?

Der Grund liegt in der Physik: Mineralische Baustoffe sind porös und besitzen unzählige 𝗞𝗮𝗽𝗶𝗹𝗹𝗮𝗿𝗲𝗻. Diese wirken wie winzige Saugröhrchen, die Wasser aus dem feuchten Boden entgegen der Schwerkraft nach oben ziehen. Diese 𝗞𝗮𝗽𝗶𝗹𝗹𝗮𝗿𝗸𝗿𝗮𝗳𝘁 sorgt dafür, dass Feuchtigkeit “freiwillig” in das Mauerwerk eindringt und dort aufsteigt.

Eingang HZ Problem und Keller Feuchtigkeit

Das Schadensbild: Woran erkennt man das Problem?

Aufsteigende Feuchtigkeit bleibt selten unbemerkt. Typische Anzeichen sind:

𝗢𝗽𝘁𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲 𝗠𝗮̈𝗻𝗴𝗲𝗹: Feuchte Flecken, dunkle Verfärbungen und unschöne Wasserränder an den Wänden.

𝗭𝗲𝗿𝘀𝘁𝗼̈𝗿𝘂𝗻𝗴 𝗱𝗲𝗿 𝗢𝗯𝗲𝗿𝗳𝗹𝗮̈𝗰𝗵𝗲: Abplatzender Putz und Salzausblühungen (weiße Krusten), die durch kristallisierende Salze entstehen.

𝗚𝗲𝘀𝘂𝗻𝗱𝗵𝗲𝗶𝘁𝘀𝗿𝗶𝘀𝗶𝗸𝗲𝗻: Die Entstehung von gesundheitsgefährdendem 𝗦𝗰𝗵𝗶𝗺𝗺𝗲𝗹.

𝗥𝗮𝘂𝗺𝗸𝗹𝗶𝗺𝗮: Ein typisch muffiger, feuchter Geruch in den betroffenen Räumen.

Warum gehen Horizontalsperren kaputt?

In new builds, mechanical damp-proof courses, such as roofing felt (bitumen membranes), are typically installed. However, these have a limited lifespan.

Im Neubau werden meist mechanische Sperrschichten, wie zum Beispiel Dachpappen (Bitumenbahnen), eingebaut. Diese haben jedoch eine begrenzte Lebensdauer:

Materialermüdung: Mit den Jahrzehnten werden Bitumenbahnen spröde und brüchig. Durch Setzungen im Gebäude oder chemische Prozesse im Boden entstehen Risse, durch die Feuchtigkeit ungehindert aufsteigen kann.

Fehlerhafte Reparaturversuche: Wird versucht, das Problem mit herkömmlichen chemischen Systemen zu lösen, die auf Porenverstopfung sogenannte Verkieselung setzen, wird es oft schlimmer. Diese Systeme bilden keinen dichten “Pfropfen”, sondern verengen nur die Kapillaren.

Der physikalische Teufelskreis: In engeren Kapillaren steigt Wasser physikalisch bedingt noch höher. Das Resultat: Der Schaden tritt nach einigen Jahren einfach in einer noch größeren Wandhöhe erneut auf.

Warum versagen neu eingebrachte Horizontalsperren oder sind von Beginn an defekt?

Häufig liegt das Problem an der verwendeten Methode. Viele herkömmliche Systeme setzen auf die sogenannte Verkieselung, also das Verstopfen der Poren.

Das Risiko: Diese Systeme blockieren die Kapillaren nicht vollständig, sondern verengen sie nur.

Die fatale Folge? Da Wasser in engeren Kapillaren physikalisch bedingt noch höher steigt, kann es passieren, dass der Schaden nach einigen Jahren wider auftritt, oberhalb der alten Horizontalabdichtung.

Anwendungsfehler: Oft wird das Bohrloch nicht gründlich gereinigt. Bohrstaub verstopft die Porenwandungen und verhindert, dass das Abdichtungsmittel in den Baustoff eindringen kann.

Falsches Bohrlochraster oder Bohrtiefe: Wird im falschen Winkel gebohrt, werden nicht 1/3 der Wand durchdrungen und die Dichtungsebene nicht vollständig erzeugt.

Wie wird eine Horizontalsperre richtig gemacht?

Eine moderne chemische Horizontalsperre (Injektionsverfahren) erfolgt in klaren Schritten:

Vorbereitung: Geschädigter Putz wird großflächig (ca. 80 cm über der Feuchtigkeitsgrenze) entfernt und Fugen bei Bedarf repariert.

Bohrungen: Es werden Bohrlöcher in einem Raster oder einer Reihe gesetzt. Die Tiefe entspricht der Wanddicke minus ca. 20 mm. Das Bohrlochraster richtet sich nach der gewählten Injektionsmethode.

Dies führt zu einem Teufelskreis: In engeren Kapillaren steigt das Wasser noch höher aufgrund von physikalischen Kräften. Das Ergebnis ist dass, nach ein paar Jahren, der Schaden einfach wieder auftritt, oberhalb der verstopfenden Horizontalsperre.

Wie sollte eine Horizontalsperre richtig ausgeführt werden?

Eine moderne chemische horizontale Feuchtigkeitssperre (unter Verwendung der Injektionsmethode) lässt sich in wenigen einfachen Schritten installieren:

Vorbereitung: Beschädigter Putz wird entfernt über einen großen Bereich (ca. 80 cm über der Feuchtigkeitsgrenze), und Fugen werden repariert, wo erforderlich.

Bohren: Bohrlöcher sind in einem Raster oder in einer Reihe angeordnet. Die Tiefe entspricht der Wandstärke abzüglich etwa 20 mm. Das Raster Muster der Bohrlöcher hängt von der gewählten Injektionsmethode ab.

Bohrlochschema für Si 709 und Diffusion 715

Reinigung (unbedingt erforderlich!): Es reicht nicht aus, die Öffnungen einfach nur auszublasen. Die Löcher sollten mit zylindrischen Drahtbürsten gereinigt werden a20> damit der Wirkstoff in den Baustoff eindringen kann.

Injektion: Je nach dem Ausmaß der Feuchtigkeit, verwendet man ein flüssiges Konzentrat, wie z. B. HydroBloc Si 709 (mit Druckinjektion bei einem Wassersättigungsgrad >50 %) oder eine Creme wie z. B. HydroBloc Diffusion 715, die drucklos eingebracht wird.

1. Cleaning (essential!): Simply blowing out the holes is not enough. The holes must be cleaned with cylindrical wire brushes to open up the pores and allow the active ingredient to penetrate.
2. Injection: Depending on the extent of moisture penetration, apply a liquid concentrate such as HydroBloc Si 709 (with pressure injection for water content >50%) or a cream such as HydroBloc Diffusion 715 (without pressure).

Die Drucklose Injektion von HydroBloc SI 709 erfolgt mit dem Tröppel Behälter.

Abdichtung: Die Löcher werden dauerhaft verfüllt mit einem Quellmörtel, wie beispielsweise SealFix 930.

Wann ist eine horizontale Feuchtigkeitssperre nicht geeignet?

Es ist wichtig zu verstehen, dass horizontale Feuchtigkeitssperren lediglich Feuchtigkeitsbarrieren sind. Sie bieten keinen Schutz vor Feuchtigkeit, die durch einen hohen Grundwasserspiegel oder stehendes Wasser verursacht wird. In solchen Fällen sind daher zusätzliche Abdichtungsmaßnahmen erforderlich.

Warum bieten die Produkte von ARCAN eine dauerhafte Lösung

Im Gegensatz zu anderen Produkten verstopfen ARCAN Produkte nicht nur, sondern unterbricht gezielt das Kapillaressaugen.

Chemische Bindung: Produkte wie beispielsweise HydroBloc Diffusion 715 reagieren mit der Struktur des Bau- stoffs und werden unlösbar damit verbunden.

Wirkungsweise von: Anstatt einfach nur das “Loch” zu verstopfen, werden die Porenwände wasserabweisend. Die Kapillarwirkung wird deaktiviert, was bedeutet, dass Wasser nicht mehr eindringen kann. Wasser kann die Oberfläche nicht mehr benetzen und der Wassertransport wird dauerhaft unterbrochen.

Extreme Situationen: HydroBloc Si 709, ist ein reaktives Siloxan Konzentrat und wurde speziell für den Einsatz in wassergesättigten Baustoffen entwickelt, wo herkömmliche oder silanbasierte Mittel unwirksam sind – oder gänzlich ungeeignet.

Von feucht bis sehr nass: Die reaktiven Siloxan Produkte der HydroBloc Produktreihe sind geeignet für alle Feuchtigkeitslevel.

Zertifizierte Qualität: Die Systeme sind geprüft und zugelassen gemäß den den strengen WTA Richtlinien, wodurch die höchsten technologischen Standards gewährleistet werden.

COMING SOON: In unserem nächsten Beitrag: Das perfekte Finish, stellen wir Ihnen weitere Produkte vor, die Ihnen dabei helfen, eine perfekte Abdichtung und Sanierung auszuführen

Unterschied zwischen Grundierung und Primer

Über Grundierung und Primer

Grundierung oder Primer?

Im Geschäftsalltag werden beide Begriffe synonym verwendet. Sie stehen oft für reine Haftvermittler und für Haftbrücken.

Grundierungen und Primer erfüllen jedoch unterschiedliche Aufgaben bei Beschichtungs- und Verklebungsprozessen.
Sie unterscheiden sich oft in Bezug auf das Material und sind in der Anwendung nicht vergleichbar.
Die Haftung von Beschichtungen und Klebstoffen auf anderen Oberflächen ist das Ergebnis intermolekularer Wechselwirkungen zwischen der Oberfläche und dem Beschichtungsmaterial, die als Van-der-Waals-Kräfte bezeichnet werden. Sie hängen von den chemischen Eigenschaften, der Textur und dem Zustand der Oberfläche ab, wie z. B. Rauheit, Glätte und Porosität. Ein Beispiel: Die Haftzugfestigkeit eines Epoxidharzes auf mattiertem (sandgestrahltem) Glas ist um den Faktor 5 besser als die einer Vergleichsprobe auf einer glatten Glasoberfläche.

Grundierungen verbessern die Haftung auf kritischen Untergründen enorm;

In vielen Fällen ist eine dauerhafte Verbindung zwischen Beschichtung oder Klebstoff und Untergrund nur mit der richtigen Primer möglich.
Im Idealfall wirken sie als chemischer Kuppler und ermöglichen Verbindungen zwischen Substrat und Beschichtung oder Klebstoff mit enormer Festigkeit.
Solche Primer sind jedoch in der Regel keine Bindemittel im klassischen Sinne und bilden keine Filme!   Im Idealfall beruht die Wirkung eines Primer/Haftpromotors auf einer hermaphroditischen Funktion, die ermöglicht Reaktionen mit dem Substrat und dem Bindemittel der Beschichtungsstoffe; Zum Beispiel mit einer speziellen Grundierung – aus der ARCAN Spezial Primer Reihe, – ist es leicht möglich, die Haftung des Epoxidharzes auf dem glatten Glas im oben genannten Beispiel um mehr als den Faktor 10 zu erhöhen!
Primer sind immer spezifisch wirkende Produkte Es kann keine universell wirkenden Typen geben, die für jeden Untergrund geeignet sind.
 

Die Funktion einer Grundierung hingegen ist eine andere

Speziell auf die Untergründe abgestimmte Grundierungen verfestigen und härten den Untergrund, binden Feinstaub auf der Oberfläche, füllen Poren, sperren und isolieren Feuchtigkeit, Schadstoffe usw.;

Man nennt sie auch: Einlassgrund oder Tiefgrund; Diese Begriffe beschreiben bereits die Anwendung im Ansatz. In den meisten Fällen bestehen diese Produkte aus Bindemitteln, die den nachfolgenden Beschichtungen chemisch ähnlich (oder zumindest mit ihnen verträglich) sind. Sie sind hinreichend dünn und enthalten keine oder nur geringe Mengen an Füllstoffen und Pigmenten.
Eine wichtige und oft unzureichend beachtete Funktion einer Grundbeschichtung ist der Porenverschluss. Eine ausreichende Füllung der Poren verhindert die Bildung von Pinholes in der Oberfläche einer Beschichtung, die durch geplatzte Luftblasen verursacht werden, die aus den Poren durch den frischen Film an die Oberfläche wandern.
Auf porösen, saugfähigen Untergründen ohne Grundierung oder mit einer zu mageren (d.h. bindemittelarmen) Grundierung migriert ein Teil des Bindemittels einer Beschichtung in die Porenstruktur des Untergrundes. Die Feststoffe verbleiben aufgrund der Größe der Partikel (Filterwirkung der Poren). WIPO-Patentanmeldung WO/2015/183719 An der Grenzfläche zwischen Beschichtung und Substrat führt dies zu einer Verarmung des Bindemittels in der Beschichtung. Typische Folgeschäden sind Adhäsionsprobleme. Richtig formulierte Grundbeschichtungen beugen diesen Schäden vor.  
Die Begriffe Grundierung/Haftvermittler einerseits und Basislack andererseits stehen für Produkte mit unterschiedlichen Eigenschaften und für unterschiedliche Anwendungen; Sie sollten daher auch eindeutig verwendet werden, um Missverständnisse und Fehler zu vermeiden;

Abdichtung einer Rohrdurchführung mit Injektion

Diese Methode eignet sich für alle Rohre oder Durchführungen und schafft eine dauerhafte wasserdichte Manschette um das undichte Rohr; Der Vorteil ist die Quellfähigkeit in Kombination mit der Flexibilität; Diese besonderen Eigenschaften ermöglichen den Einsatz in anspruchsvollen Umgebungen;

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Seminar in Island: Abdichtungs- und Injektionstechnik

ARCAN Academy

Seminar Abdichtungs- und Injektionstechnik

Nach 2 Jahren ohne ein Live-Seminar war es im Juni endlich wieder soweit; Unser Seminar Basic – Injection and Sealing fand im Idan Training Center in Reykjavic statt; Vielen Dank an Olafur Asgeirsson für die großartige Vorbereitung, die wie immer perfekt war   Seminar Island 2202_06_02 Es war ein toller Nachmittag mit wunderbaren Gästen Vielen Dank für die vielen Fragen und, dass Sie da waren! Ich freue mich schon auf den nächsten Besuch auf der Insel aus Feuer und Eis.  

Eine Vorschau auf unser nächstes Seminarthema: Aufsteigende Feuchtigkeit verhindern

Beim Verlassen des Idan-Seminarzentrums kam mir die Idee für unser nächstes Seminar       Bröckelnder Putz und bröckelnde Farbe, verursacht durch aufsteigende Feuchtigkeit und Nässe;   Dies ist ein typischer Schaden, der durch aufsteigende Feuchtigkeit in der Wand verursacht wird. Bei beschädigten oder fehlenden Horizontalsperren saugt die Kapillarstruktur das Wasser auf und transportiert es nach oben; Unangenehme und hässliche Schäden, aber dennoch leicht zu beheben mit Horizontalsperre Materialien, Dichtungsschlämme oder Sanierputz.