Schluss-mit-feuchten-Wänden: Horizontalsperre!
Schluss mit feuchten Wänden: Der ultimative Guide zur Horizontalsperre
Feuchtigkeit, die im Mauerwerk nach oben steigt, ist ein Albtraum für jeden Hausbesitzer. Eine fachgerechte Horizontalsperre ist oft der einzige Weg, die Bausubstanz zu retten. In diesem Beitrag erfahren Sie alles über Ursachen, Lösungen und warum die richtige Technik entscheidend für den dauerhaften Erfolg ist.
Warum braucht man überhaupt eine Horizontalsperre?
Der Grund liegt in der Physik: Mineralische Baustoffe sind porös und besitzen unzählige 𝗞𝗮𝗽𝗶𝗹𝗹𝗮𝗿𝗲𝗻. Diese wirken wie winzige Saugröhrchen, die Wasser aus dem feuchten Boden entgegen der Schwerkraft nach oben ziehen. Diese 𝗞𝗮𝗽𝗶𝗹𝗹𝗮𝗿𝗸𝗿𝗮𝗳𝘁 sorgt dafür, dass Feuchtigkeit “freiwillig” in das Mauerwerk eindringt und dort aufsteigt.
Das Schadensbild: Woran erkennt man das Problem?
Aufsteigende Feuchtigkeit bleibt selten unbemerkt. Typische Anzeichen sind:
𝗢𝗽𝘁𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲 𝗠𝗮̈𝗻𝗴𝗲𝗹: Feuchte Flecken, dunkle Verfärbungen und unschöne Wasserränder an den Wänden.
𝗭𝗲𝗿𝘀𝘁𝗼̈𝗿𝘂𝗻𝗴 𝗱𝗲𝗿 𝗢𝗯𝗲𝗿𝗳𝗹𝗮̈𝗰𝗵𝗲: Abplatzender Putz und Salzausblühungen (weiße Krusten), die durch kristallisierende Salze entstehen.
𝗚𝗲𝘀𝘂𝗻𝗱𝗵𝗲𝗶𝘁𝘀𝗿𝗶𝘀𝗶𝗸𝗲𝗻: Die Entstehung von gesundheitsgefährdendem 𝗦𝗰𝗵𝗶𝗺𝗺𝗲𝗹.
𝗥𝗮𝘂𝗺𝗸𝗹𝗶𝗺𝗮: Ein typisch muffiger, feuchter Geruch in den betroffenen Räumen.
Warum gehen Horizontalsperren kaputt?
Im Neubau werden meist mechanische Sperrschichten, wie zum Beispiel Dachpappen (Bitumenbahnen), eingebaut. Diese haben jedoch eine begrenzte Lebensdauer:
Materialermüdung: Mit den Jahrzehnten werden Bitumenbahnen spröde und brüchig. Durch Setzungen im Gebäude oder chemische Prozesse im Boden entstehen Risse, durch die Feuchtigkeit ungehindert aufsteigen kann.
Fehlerhafte Reparaturversuche: Wird versucht, das Problem mit herkömmlichen chemischen Systemen zu lösen, die auf Porenverstopfung sogenannte Verkieselung setzen, wird es oft schlimmer. Diese Systeme bilden keinen dichten “Pfropfen”, sondern verengen nur die Kapillaren.
Der physikalische Teufelskreis: In engeren Kapillaren steigt Wasser physikalisch bedingt noch höher. Das Resultat: Der Schaden tritt nach einigen Jahren einfach in einer noch größeren Wandhöhe erneut auf.
Warum versagen neu eingebrachte Horizontalsperren oder sind von Beginn an defekt?
Häufig liegt das Problem an der verwendeten Methode. Viele herkömmliche Systeme setzen auf die sogenannte Verkieselung, also das Verstopfen der Poren.
Das Risiko: Diese Systeme blockieren die Kapillaren nicht vollständig, sondern verengen sie nur.
Die fatale Folge? Da Wasser in engeren Kapillaren physikalisch bedingt noch höher steigt, kann es passieren, dass der Schaden nach einigen Jahren wider auftritt, oberhalb der alten Horizontalabdichtung.
Anwendungsfehler: Oft wird das Bohrloch nicht gründlich gereinigt. Bohrstaub verstopft die Porenwandungen und verhindert, dass das Abdichtungsmittel in den Baustoff eindringen kann.
Falsches Bohrlochraster oder Bohrtiefe: Wird im falschen Winkel gebohrt, werden nicht 1/3 der Wand durchdrungen und die Dichtungsebene nicht vollständig erzeugt.
Wie wird eine Horizontalsperre richtig gemacht?
Eine moderne chemische Horizontalsperre (Injektionsverfahren) erfolgt in klaren Schritten:
Vorbereitung: Geschädigter Putz wird großflächig (ca. 80 cm über der Feuchtigkeitsgrenze) entfernt und Fugen bei Bedarf repariert.
Bohrungen: Es werden Bohrlöcher in einem Raster oder einer Reihe gesetzt. Die Tiefe entspricht der Wanddicke minus ca. 20 mm. Das Bohrlochraster richtet sich nach der gewählten Injektionsmethode.
Dies führt zu einem Teufelskreis: In engeren Kapillaren steigt das Wasser noch höher aufgrund von physikalischen Kräften. Das Ergebnis ist dass, nach ein paar Jahren, der Schaden einfach wieder auftritt, oberhalb der verstopfenden Horizontalsperre.
Wie sollte eine Horizontalsperre richtig ausgeführt werden?
Eine moderne chemische horizontale Feuchtigkeitssperre (unter Verwendung der Injektionsmethode) lässt sich in wenigen einfachen Schritten installieren:
Vorbereitung: Beschädigter Putz wird entfernt über einen großen Bereich (ca. 80 cm über der Feuchtigkeitsgrenze), und Fugen werden repariert, wo erforderlich.
Bohren: Bohrlöcher sind in einem Raster oder in einer Reihe angeordnet. Die Tiefe entspricht der Wandstärke abzüglich etwa 20 mm. Das Raster Muster der Bohrlöcher hängt von der gewählten Injektionsmethode ab.
Reinigung (unbedingt erforderlich!): Es reicht nicht aus, die Öffnungen einfach nur auszublasen. Die Löcher sollten mit zylindrischen Drahtbürsten gereinigt werden a20> damit der Wirkstoff in den Baustoff eindringen kann.
Injektion: Je nach dem Ausmaß der Feuchtigkeit, verwendet man ein flüssiges Konzentrat, wie z. B. HydroBloc Si 709 (mit Druckinjektion bei einem Wassersättigungsgrad >50 %) oder eine Creme wie z. B. HydroBloc Diffusion 715, die drucklos eingebracht wird.
Die Drucklose Injektion von HydroBloc SI 709 erfolgt mit dem Tröppel Behälter.
Abdichtung: Die Löcher werden dauerhaft verfüllt mit einem Quellmörtel, wie beispielsweise SealFix 930.
Wann ist eine horizontale Feuchtigkeitssperre nicht geeignet?
Es ist wichtig zu verstehen, dass horizontale Feuchtigkeitssperren lediglich Feuchtigkeitsbarrieren sind. Sie bieten keinen Schutz vor Feuchtigkeit, die durch einen hohen Grundwasserspiegel oder stehendes Wasser verursacht wird. In solchen Fällen sind daher zusätzliche Abdichtungsmaßnahmen erforderlich.
Warum bieten die Produkte von ARCAN eine dauerhafte Lösung
Im Gegensatz zu anderen Produkten verstopfen ARCAN Produkte nicht nur, sondern unterbricht gezielt das Kapillaressaugen.
Chemische Bindung: Produkte wie beispielsweise HydroBloc Diffusion 715 reagieren mit der Struktur des Bau- stoffs und werden unlösbar damit verbunden.
Wirkungsweise von: Anstatt einfach nur das “Loch” zu verstopfen, werden die Porenwände wasserabweisend. Die Kapillarwirkung wird deaktiviert, was bedeutet, dass Wasser nicht mehr eindringen kann. Wasser kann die Oberfläche nicht mehr benetzen und der Wassertransport wird dauerhaft unterbrochen.
Extreme Situationen: HydroBloc Si 709, ist ein reaktives Siloxan Konzentrat und wurde speziell für den Einsatz in wassergesättigten Baustoffen entwickelt, wo herkömmliche oder silanbasierte Mittel unwirksam sind – oder gänzlich ungeeignet.
Von feucht bis sehr nass: Die reaktiven Siloxan Produkte der HydroBloc Produktreihe sind geeignet für alle Feuchtigkeitslevel.
Zertifizierte Qualität: Die Systeme sind geprüft und zugelassen gemäß den den strengen WTA Richtlinien, wodurch die höchsten technologischen Standards gewährleistet werden.
COMING SOON: In unserem nächsten Beitrag: Das perfekte Finish, stellen wir Ihnen weitere Produkte vor, die Ihnen dabei helfen, eine perfekte Abdichtung und Sanierung auszuführen