HydroBloc Inject 583 – die bessere Lösung für wiederverpressbare Injektionsschläuche

HydroBloc Inject 583 – die bessere Lösung für wiederverpressbare Injektionsschläuche

Wiederverpressbare Injektionsschläuche bieten ein hohes Maß an Sicherheit – vorausgesetzt, die erneute Verpressung funktioniert zuverlässig. Die grundlegende Voraussetzung dafür ist, dass der Schlauch nach der ersten Injektion gründlich gespült und vollständig geleert werden kann. Genau für diese anspruchsvolle Aufgabe wurde HydroBloc® Inject 583 entwickelt.

Warum Injektionsschläuche wiederverpressbar sein sollten

Injektionsschläuche werden zur planmäßigen Abdichtung von Arbeitsfugen in Betonbauwerken eingesetzt. Nach der Betonage kann ein geeignetes Injektionsmaterial über den Schlauch gezielt in die Fuge eingebracht werden. Es füllt Hohlräume, Fehlstellen und Wasserwege und dichtet die Arbeitsfuge zuverlässig ab.

Doch Bauwerke bleiben nicht vollkommen starr. Temperaturwechsel, Schwinden, Setzungen oder andere Bewegungen können den Fugenquerschnitt nachträglich verändern. Wird der Schlauch nach der ersten Injektion freigespült, kann er bei Bedarf erneut genutzt werden – ohne neue Bohrungen und ohne aufwendige Eingriffe in das Bauteil.

Die Wiederverpressbarkeit ist daher nicht nur eine technische Zusatzfunktion. Sie ist eine Sicherheitsreserve für die gesamte Nutzungsdauer des Bauwerks.

Die Herausforderung liegt im Injektionsmaterial

Damit ein Injektionsschlauch erneut verpresst werden kann, muss das noch nicht ausgehärtete Material unmittelbar nach der Injektion vollständig aus dem Schlauchkanal entfernt werden. Injektionskanal und Austrittsöffnungen müssen frei bleiben.

Dafür werden häufig Acrylatgele eingesetzt. Sie sind niedrigviskos und wasserbasiert, sodass sich der Schlauch gut reinigen lässt. Der entscheidende Nachteil zeigt sich jedoch möglicherweise erst später: Klassische Gele enthalten einen hohen Anteil gebundenes Wasser. Bei längeren Trockenperioden können sie Wasser verlieren und ihr Volumen reduzieren. Entstehende Freiräume können erneut zu Wasserwegen werden.

Ein Material nur danach auszuwählen, ob es sich aus dem Schlauch ausspülen lässt, greift deshalb zu kurz. Es muss auch nach der Aushärtung dauerhaft funktionieren.

Injizierbar wie ein Gel. Dauerhaft wie ein Injektionsharz. HydroBloc® Inject 583 verbindet zuverlässige Wiederverpressbarkeit mit dauerhafter Elastizität und Formstabilität.

HydroBloc Inject 583 ist kein Gel

HydroBloc® Inject 583 ist ein niedrigviskoses, hydrophiles Acryl-Hybrid-Injektionsharz. Seine beiden Komponenten sind vor der Reaktion vollständig mit Wasser mischbar. Frische Materialreste lassen sich daher mit Wasser aus Geräten und aus dem Injektionsschlauch entfernen.

Nach der Reaktion entsteht jedoch kein klassisches, wasserreiches Gel, sondern ein elastischer und zäher Harzkörper. Dieser bleibt als formstabile Abdichtung in der Fuge erhalten. Seine Grundstruktur ist nicht darauf angewiesen, große Mengen Wasser zu speichern, um ihr ursprüngliches Volumen zu bewahren.

Bei erneutem Wasserkontakt besitzt das ausgehärtete Material zusätzlich ein Quellvermögen von rund 70 %. Dadurch kann es Veränderungen in Rissen und Fugen ausgleichen und die Abdichtungswirkung aktiv unterstützen – auch lange nach der ursprünglichen Injektion.

Konstant niedrigviskos bis zum Reaktionsende

Ein besonderer Vorteil acrylatbasierter Injektionsharze liegt in ihrem Reaktionsprofil. PU- und Epoxidharze bauen während der Reaktion zunehmend Viskosität auf. Dadurch verschlechtert sich ihr Fließ- und Eindringverhalten bereits während der Verarbeitungszeit.

HydroBloc® Inject 583 verhält sich anders: Die Viskosität bleibt bis kurz vor dem Reaktionsende auf einem niedrigen Niveau. Das Harz kann deshalb von Beginn der Injektion bis zum Ende der verfügbaren Reaktionszeit gut in feine Risse, Kapillaren und verzweigte Hohlräume eindringen. Die eingestellte Reaktionszeit steht damit nahezu vollständig als wirksame Penetrationszeit zur Verfügung.

Anforderung Klassisches Acrylatgel HydroBloc® Inject 583
Schlauch freispülbar Ja Ja, frisches Harz ist vollständig wassermischbar
Verhalten in Trockenphasen Kann durch Wasserverlust Volumen verlieren Formstabiler Harzgrundkörper; kein geltypisches Trockenschrumpfen
Verhalten bei Wasserkontakt Wasseraufnahme je nach Gelsystem Kontrolliertes Quellen, ca. 70 % Volumenzunahme
Eigenschaften nach Reaktion Weiche Gelstruktur Elastischer, zäher Acryl-Hybridharzkörper

Verpressen, freispülen, wiederverwenden

Nach dem Verpressen wird HydroBloc® Inject 583 innerhalb seiner Verarbeitungszeit im Vakuumverfahren aus dem Schlauchkanal abgesaugt. Gleichzeitig wird Wasser durch den Schlauch gezogen, bis das austretende Spülwasser klar ist. Der Unterdruck ist dabei wichtig: Er verhindert, dass Spülwasser unter Druck in die Fuge gepresst und das dort eingebrachte Harz verdünnt oder verdrängt wird.

Das Harz verbleibt dort, wo es wirken soll – in der Arbeitsfuge. Der Schlauchkanal bleibt frei und kann nach einer späteren Fugenbewegung oder bei einer erneuten Undichtigkeit wieder verpresst werden.

Geprüfte Sicherheit bei veränderlicher Fugenbreite

Die Funktion wurde an einem mehrfach verpressten Injektionsschlauch in einem Betonprüfkörper mit veränderbarem Fugenspalt untersucht. Nach der ersten Injektion wurde der Schlauch freigespült. Nach dem Aushärten des Harzes wurde die Fugenbreite verändert und der Schlauch ein zweites Mal verpresst. Zur visuellen Unterscheidung wurden die beiden Injektionen unterschiedlich eingefärbt.

Damit wurde das entscheidende Prinzip praxisnah nachgewiesen: Eine bereits injizierte Arbeitsfuge kann nach einer Veränderung des Fugenquerschnitts über denselben Schlauch erneut abgedichtet werden. Laut technischem Datenblatt wurde dabei Dichtigkeit bis zu einer Wassersäule von 30 Metern dokumentiert.

Die technischen Vorteile auf einen Blick

  • Niedrige Viskosität: 85–100 mPa·s für eine sehr gute Penetration
  • Einfache Verarbeitung: Zwei Komponenten im Mischungsverhältnis 1:1 nach Volumen
  • Wassermischbar: Frisches Material und Geräte lassen sich mit Wasser reinigen
  • Kein Schaum: keine unerwünschte Nebenreaktion bei Kontakt mit Wasser
  • Konstant niedrigviskos: sehr gutes Fließ- und Eindringverhalten bis kurz vor dem Reaktionsende
  • Elastisch und formstabil: kein geltypisches Trockenschrumpfen im Bauteil
  • Quellfähig: rund 70 % Volumenzunahme bei Wasserlagerung
  • Anpassbare Reaktion: standardmäßig ca. 50–60 Minuten bei 20 °C, bei Bedarf beschleunigbar
  • Niedrige Temperaturen: auch unterhalb der für viele PU-Harze kritischen Marke von 8 °C verarbeitbar; mit geeigneter Aktivierung laut Produktunterlagen bis −10 °C

Nicht nur für Injektionsschläuche

HydroBloc® Inject 583 wurde nicht nur für wiederverpressbare Injektionsschläuche entwickelt. Die geringe Viskosität und das ausgezeichnete Fließverhalten machen es zu einem vielseitigen Injektionsharz für nasse, feuchte und trockene Bauteile. Es eignet sich für die Abdichtung von Rissen, Arbeitsfugen, Kiesnestern und weiteren wasserführenden Hohlräumen.

Da es sich um ein acrylatbasiertes Injektionsharz handelt, entstehen bei Kontakt mit Wasser keine unerwünschten Nebenreaktionen und kein Schaum. Statt einer porigen Schaumstruktur bildet Inject 583 nach der Reaktion einen homogenen, elastischen Harzkörper. Das ist besonders bei nassen Rissen und wasserführenden Fehlstellen ein entscheidender Vorteil.

Auch die Reinigung auf der Baustelle ist unkompliziert: Maschinen, Pumpen, Schläuche und Werkzeuge werden nach der Verarbeitung mit Wasser gereinigt. Lösungsmittel sind dafür nicht erforderlich. Das vereinfacht die Arbeitsabläufe und reduziert den Umgang mit lösemittelhaltigen Reinigern.

Ein weiterer Vorteil zeigt sich bei niedrigen Bauteiltemperaturen. HydroBloc® Inject 583 kann auch unterhalb von 8 °C eingesetzt werden. PUR- und Epoxidharze reagieren bei sinkenden Temperaturen zunächst langsamer; bei Unterschreitung ihrer jeweiligen Mindestverarbeitungstemperatur kann die chemische Reaktion vollständig zum Stillstand kommen. Inject 583 lässt sich dagegen mit einer geeigneten Aktivierung an niedrige Temperaturen anpassen und ist laut Produktunterlagen bis −10 °C verarbeitbar.

Ein zusätzlicher Vorteil ist der Kontakt mit Bewehrungsstahl. In einer Untersuchung der MFPA Leipzig wurde bei vollständig anliegendem Harz innerhalb des vierwöchigen Prüfzeitraums keine Stahlkorrosion mit eigenschaftsmindernden Auswirkungen festgestellt. Diese Aussage ist besonders relevant, weil Injektionsmaterial in Rissen und Fugen unmittelbar mit freiliegender Bewehrung in Kontakt kommen kann.

Fazit: Wiederverpressbarkeit ohne Kompromiss bei der Dauerhaftigkeit

Ein wiederverpressbarer Injektionsschlauch kann nur so zuverlässig sein wie das verwendete Injektionsmaterial. Ein leicht ausspülbares Gel löst zwar die Frage der Wiederverwendbarkeit, kann jedoch in längeren Trockenphasen an Volumen verlieren.

HydroBloc® Inject 583 geht einen entscheidenden Schritt weiter: Das frische Harz ist wassermischbar und lässt sich im Vakuumverfahren aus dem Schlauch entfernen. Im Baukörper bildet es dagegen einen elastischen, formstabilen und quellfähigen Harzkörper. So bleiben sowohl die Möglichkeit einer späteren Wiederverpressung als auch die dauerhafte Abdichtungswirkung erhalten.

Eine Lösung für viele anspruchsvolle Injektionsaufgaben

HydroBloc® Inject 583 – injizierbar wie ein Gel, dauerhaft wie ein Injektionsharz.

Sie planen eine Abdichtung mit wiederverpressbaren Injektionsschläuchen oder benötigen Unterstützung bei der Auswahl des geeigneten Injektionsmaterials? ARCAN unterstützt Sie bei der technischen Konzeption und Anwendung.

Die Verarbeitung muss gemäß aktuellem technischen Datenblatt, Verarbeitungsanleitung und Sicherheitsdatenblatt erfolgen. Der Spülvorgang ist unmittelbar nach der Injektion und innerhalb der Verarbeitungszeit durchzuführen.